Reverse Engineering und Flächenrückführung: vom 3D-Scan zum nativen CAD-Modell

Reverse Engineering, Flächenrückführung, parametrische Rückkonstruktion: welche Ausgabeart Sie brauchen, welche Genauigkeit realistisch ist und wie PSH Design seit 2009 aus Scan- und KMG-Daten native CAD-Modelle baut.

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Reverse Engineering – im deutschen Maschinenbau meist Flächenrückführung oder Rückkonstruktion genannt – ist der Weg vom physischen Bauteil zurück zum CAD-Modell: Das Teil wird gescannt oder auf der Koordinatenmessmaschine angetastet, und aus Punktewolke, STL-Netz oder KMG-Messpunkten entsteht ein Modell, mit dem man weiterarbeiten kann. PSH Design macht seit 2009 ausschließlich die Konstruktionsseite dieser Arbeit – rund 300 Bauteile und 3.000 Konstruktionsstunden im Jahr – und liefert nativ in SolidWorks, Creo, CATIA, NX, Inventor oder Solid Edge, zusätzlich in STEP, IGES und Parasolid.

Sie haben das Teil und die Messung. Wir bauen das CAD. KMG-Messpunkte, ein Scan-Netz oder 2D-Zeichnungen – jede dieser Grundlagen genügt. Das erste Teil erstellen wir auf unsere Kosten; bezahlt wird erst, wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Seit 2009 Zeitversatz 0,025 – 0,1 mm Ohne Frist
17+ Jahre Scan to CAD Hanoi ist 5 Stunden (Sommer) bzw. 6 Stunden (Winter) voraus Abweichung zum Scan, je nach Ausgabeart Kostenlose Korrektur jedes Modells

Flächenrückführung, Rückkonstruktion, Scan to CAD – welcher Begriff meint was?

Im deutschsprachigen Raum laufen für dieselbe Tätigkeit mehrere Begriffe nebeneinander. Sie meinen nicht ganz dasselbe, und genau an diesem Unterschied scheitern viele Aufträge: Bestellt wird „ein CAD-Modell”, geliefert wird die falsche Art davon.

Begriff Was gemeint ist Typisches Ergebnis
Reverse Engineering Oberbegriff: vom physischen Teil zurück zu digitalen Konstruktionsdaten Je nach Auftrag Flächen-, Volumen- oder parametrisches Modell
Flächenrückführung Klassischer Begriff aus Werkzeug- und Formenbau: Freiformflächen (NURBS) werden möglichst exakt auf die Scandaten gelegt Flächen- oder Volumenmodell in STEP/IGES, maßlich sehr nah am Ist-Zustand
Parametrische Rückkonstruktion Das Teil wird mit Regelgeometrie und Konstruktionsabsicht neu aufgebaut: Ebenen eben, Bohrungen rund, Symmetrie wiederhergestellt Natives, editierbares Modell mit Feature-Baum, zeichnungsfähig
Nachkonstruktion Umgangssprachlich für das Nachbauen eines Teils ohne vorhandene Zeichnung, etwa für Ersatzteile Meist parametrisches Modell plus 2D-Fertigungszeichnung
Scan to CAD Anglizismus für den gesamten Weg vom 3D-Scan zum CAD-Modell Wie Reverse Engineering
Digitalisierung / 3D-Scan Nur die Erfassung der Geometrie Punktewolke oder STL-Netz – noch kein CAD-Modell

Die wichtigste Unterscheidung ist die zwischen Flächenrückführung (exaktes Abbild des Ist-Zustands) und parametrischer Rückkonstruktion (sauberes Konstruktionsmodell, das bewusst vom Scan abweicht). Welche von beiden ein Auftrag braucht, hängt allein davon ab, was mit dem Modell danach geschieht – mehr dazu unten unter „Was wir liefern”.

Gescannt wird vor Ort, konstruiert wird bei uns

Wir besitzen eigene Scanner und scannen in Vietnam. Für internationale Aufträge raten wir trotzdem davon ab, uns das Bauteil zu schicken. Fracht in beide Richtungen, Zoll und das Risiko, fremde Bauteile zu bewegen, kosten meist mehr als der Scan selbst – und machen aus einem Auftrag von Tagen einen von Wochen.

Was funktioniert, ist ein Scan dort, wo das Teil ist. Ein Messdienstleister, ein Prüflabor oder ein Werkzeugbau in der Nähe des Endkunden erfasst die Geometrie; wir bauen das CAD-Modell. Das Teil verlässt das Land nicht, und die Kundenbeziehung bleibt bei dem, der sie hat.

Das ist eine Arbeitsteilung nach Stärken, nicht nach Bequemlichkeit. Ihre Stärke ist, Aufträge anzunehmen und dem Kunden zuzuhören – das verlangt Nähe, dieselbe Zeitzone, dieselbe Sprache. Unsere ist tiefes Können in Maschinenbau- und Industriekonstruktion. Keine Seite macht die Hälfte der anderen so gut. Sie halten Kunden und Messtechnik, wir sind die Konstruktionsabteilung dahinter – eine verlängerte Werkbank für die Flächenrückführung.

Der Zeitversatz arbeitet für Sie

Hanoi ist Mitteleuropa im Sommer fünf, im Winter sechs Stunden voraus. Unser Arbeitstag beginnt, wenn in Deutschland noch Nacht ist. Daten, die Sie zum Feierabend senden, sind bereits in Arbeit, bevor Ihr Team am nächsten Morgen anfängt – und bis zum Mittag Ihrer Zeit steckt ein voller Konstruktionstag darin.

Das Modell ist selten das Ende der Kette. Dahinter wartet meist ein Zerspaner auf das Programm, ein Werkzeugbauer auf den Formbeginn, ein Instandhalter auf das Ersatzteil, eine Linie auf den Wiederanlauf. Jeder Tag, an dem ein Modell nicht fertig ist, wird mehrfach bezahlt – in Menschen, die stillstehen.

Scan-Netz eines Stoßfängers im Anlieferungszustand mit Löchern, Rauschen und nicht zusammengeführten Scanbahnen
Scan-Netz eines Stoßfängers im Anlieferungszustand. Löcher, Rauschen und nicht zusammengeführte Scanbahnen sind bei uns normal.

17+ Jahre Scandaten

Ununterbrochen seit 2009, mit rund 300 Bauteilen und 3.000 Konstruktionsstunden im Jahr – ein großer Teil davon für Messdienstleister und Prüflabore in den USA, Kanada, Deutschland, Schweden, Österreich und Australien.

Spritzgießwerkzeuge und Formflächen, Serienbauteile, Luftfahrtteile, Zahnräder, Baugruppen aus dem Schwermaschinenbau – und am großen Ende ein kompletter Hubschrauber, ein zehn Meter langes Flugzeug und die Außenhaut einer 80-Meter-Passagieryacht. In all den Jahren ist kein Teil als unbrauchbar zurückgekommen, und keines musste auf Kosten des Kunden von Grund auf neu aufgebaut werden.

Punktewolke des Rumpfs einer 80-Meter-Passagieryacht im Anlieferungszustand
Punktewolke des Rumpfs einer 80-Meter-Passagieryacht, wie sie bei uns ankam.
Scan-Netz eines zehn Meter langen Flugzeugs vor der Flächenrückführung
Scan-Netz eines zehn Meter langen Flugzeugs, vor der Rückführung.

Der größte Teil dieser Arbeit trägt einen fremden Namen. Unsere Kunden liefern die fertigen Modelle als eigene Leistung an ihre Kunden. Dazu kommt die Pflicht: Wir arbeiten unter Geheimhaltungsvereinbarung, deshalb nennt diese Seite keine Firma, kein Projekt und keine Person. Das ist eine echte Einschränkung und macht uns von außen schwerer zu beurteilen.

Der einzige faire Ausgleich: Lassen Sie uns ein Teil von Ihnen bauen. Ein Pilotteil sagt mehr als jede Referenzliste – Ihre Daten, Ihr Standard, ein Ergebnis, das Sie selbst prüfen.

Was wir liefern: vier Ausgabearten

Die meisten Enttäuschungen beim ausgelagerten Reverse Engineering entstehen nicht durch schlechtes Modellieren, sondern weil die falsche Art von Modell bestellt wurde.

Ausgabeart Was Sie bekommen Bestellen, wenn …
Natives parametrisches Modell
(die meisten Aufträge)
Aufgebaut im CAD-System Ihres Teams – SolidWorks, Creo, CATIA, NX, Inventor, Solid Edge – mit editierbarem Feature-Baum; Zeichnungen lassen sich mit steuernden Maßen ableiten … jemand mit dem Teil weiterkonstruieren muss
Hybrides Flächen-/Volumenmodell
(schneller)
Flächen und Volumen als STEP oder IGES, ohne Historie; sauber genug für die Fertigung … wenig Änderungen zu erwarten sind, die Oberfläche aber zählt
NURBS-Flächenrückführung
(Vergleich)
Exaktes Abbild des Ist-Zustands, Fehler und Verschleiß eingeschlossen … verglichen werden soll: Muster gegen Muster oder Bauteil gegen Original-CAD. Nicht zum Weiterkonstruieren
2D-Zeichnungen
(zusätzlich)
Nach DIN EN ISO, ASME oder JIS – oder nach Ihrem eigenen Schriftfeld und Tolerierungsstandard … der Endkunde die Zerspanung nach Zeichnung bestellt. Eine Zeichnung nach falscher Norm wird bei ihm neu gemacht

Unsicher, was der Auftrag braucht? Sagen Sie uns, wohin das Modell als Nächstes geht. Das beim Angebot richtig zu klären, ist mehr wert als alles, was wir danach noch tun können.

Turbinenlaufrad als NURBS-Flächenrückführung mit durchgehend gekrümmten Schaufeln
Turbinenlaufrad als NURBS-Flächen rückgeführt. Bei durchgehend gekrümmten Schaufeln entscheidet die Geometrie über die Methode.

Genauigkeit: Abweichung je Ausgabeart

Eine NURBS-Flächenrückführung bleibt innerhalb von etwa 0,025 mm zum Scan – bei einem sauberen, gut kontrollierten Scan erreicht sie 0,01 mm. Vergleichsarbeit lohnt sich nur, wenn das Modell den Ist-Zustand treu abbildet.

Eine parametrische Rückkonstruktion ist ein idealisiertes Modell: durchgesackte Flächen werden eben, Bohrungen rund, Symmetrie wird wiederhergestellt, und der Feature-Baum folgt der Konstruktionsabsicht statt der Fertigungsgeschichte. Die Abweichung zum Rohscan ist deshalb größer, typischerweise bis etwa 0,1 mm – und diese Abweichung ist der Zweck des Modells, kein Fehler darin.

Ausgabeart Typische Abweichung zum Scan Was die Abweichung bedeutet
NURBS-Flächenrückführung ca. 0,025 mm (sauberer Scan: bis 0,01 mm) Treues Abbild des Ist-Zustands
Hybrides Modell zwischen beiden Fertigungstauglich, ohne Historie
Parametrisches Modell bis ca. 0,1 mm Gewollte Idealisierung: eben, rund, symmetrisch

In jedem Fall erhalten Sie einen Soll-Ist-Vergleich gegen Ihre eigenen Daten – als Falschfarbendarstellung und Schnittauswertung. Steht eine Toleranz in der Anforderung, senden Sie uns das Dokument; wir berichten in dessen Begriffen, sodass Sie unseren Bericht ohne Umschreiben weitergeben können.

Falschfarbendarstellung der Abweichung eines rückkonstruierten Werkzeugs gegen die Scandaten des Kunden mit Toleranzskala
Soll-Ist-Vergleich eines rückkonstruierten Werkzeugs gegen die Scandaten des Kunden, mit Toleranzskala.

Warum so wenige Anbieter ein brauchbares natives Modell liefern

Eine neutrale Datei – STEP, IGES, Parasolid – kommt im Zielsystem als importierter Körper an: Geometrie ohne Absicht, ohne Features, ohne Skizzen, ohne Historie. Man kann daran messen und danach fräsen, aber nicht weiterkonstruieren. Sobald jemand eine Wandstärke ändern oder eine Zeichnung mit steuernden Maßen ableiten will, muss das Modell neu aufgebaut werden – meist von ihm, auf seine Kosten, nachdem er sich schon bedankt hat.

Ein natives Modell öffnet sich, als wäre es im eigenen Haus konstruiert worden, mit einem Feature-Baum, der sich liest, wie ein Konstrukteur das Teil aufgebaut hätte.

Motorblock als natives parametrisches CAD-Modell mit Feature-Baum nach Guss- und Bearbeitungsreihenfolge
Motorblock als natives parametrisches Modell. Der Feature-Baum folgt Guss und Bearbeitungsreihenfolge, nicht der Art, wie der Scan geschnitten wurde.

Das verlangt zwei Kompetenzen in derselben Person. Die erste ist Software: sicherer Umgang sowohl mit der Reverse-Engineering-Software, die das Netz verarbeitet (etwa Geomagic Design X, PolyWorks oder QUICKSURFACE), als auch mit dem CAD-System des Kunden. Jede Lernkurve ist für sich lang, beide zusammen sehr lang – und die Lizenzkosten für beides sind für ein Unternehmen, das nicht von Konstruktion lebt, nicht klein. Selbst dann fehlt noch, was man nicht kaufen kann: Erfahrung mit vielen Teilearten und vielen Anforderungen. 17+ Jahre sind lang genug, um den meisten Situationen mindestens einmal begegnet zu sein.

Die zweite Kompetenz wiegt schwerer. Reverse Engineering ist nicht Modellieren, und ein reiner Modellierer reicht nicht. Messdaten müssen durch das maschinenbauliche Urteil des Konstrukteurs – von jemandem, der weiß, wie das Teil hergestellt wurde: gegossen oder gestanzt, in welcher Reihenfolge zerspant, in welche Richtung entformt, welche Flächen Funktionsflächen sind und welche nur Gusshaut. Erst danach kommt das Können, es von Anfang an richtig aufzubauen.

Ein typischer Stolperstein: Beim Übergang von der Reverse-Engineering-Software ins Ziel-CAD entstehen durch unterschiedliche Geometriekerne „schmutzige” Geometrien – Spalte, überlappende Flächen, nicht geschlossene Körper, Verrundungen, die beim Neuaufbau aufreißen. Besonders häufig bei Teilen mit vielen sich wiederholenden Radien: Schalen, Blechpaneele, Kunststoff- und Gussteile mit vielen Bodenverrundungen. Wir wechseln dafür bei Bedarf gezielt zwischen mehreren CAD-Systemen, um Elemente, Radien und Wiederholflächen vorzubereiten, bevor das native Modell entsteht.

Liegen diese Kompetenzen in verschiedenen Händen, ist das Ergebnis ein neutraler Körper mit nativer Dateiendung. Er sieht richtig aus, bis jemand ihn ändern will – deshalb sind zwei Modelle, die auf dem Bildschirm gleich aussehen, sechs Monate später völlig unterschiedlich viel wert.

Wo Reverse-Engineering-Software an ihre Grenzen stößt

Spezialisierte Reverse-Engineering- und Scan-Software ist stark in dem, wofür sie gebaut wurde: Regelgeometrie, das Erkennen von Ebenen und Zylindern, das Extrahieren von Features aus einem Netz. Merklich schwächer wird sie, sobald eine Fläche durchgehend gekrümmt ist oder mehrere gekrümmte Flächen zusammentreffen und trotzdem als eine Form wirken müssen.

Genau dort verliert ausgelagertes Reverse Engineering leise an Qualität: Übergänge werden geflickt, die Krümmung stockt an den Nahtstellen, und das Modell misst richtig, sieht aber falsch aus.

Hubschrauberkabine vom Scan zur Class-A-Fläche mit Flächenaufteilung und Zebra-Analyse
Hubschrauberkabine von den Scandaten bis zur Class-A-Fläche: fertige Form, Flächenaufteilung und dieselbe Fläche in der Zebra-Analyse.

Das ist zugleich, was die andere Hälfte unseres Studios täglich tut: Wir bauen Class-A-Flächen für Designzentren der Automobilindustrie, wo ein stockender Übergang eine Ablehnung bedeutet. Diese Gewohnheit auf ein gescanntes Teil anzuwenden, verändert das Ergebnis genau bei der Geometrie, mit der die Software am schlechtesten umgeht – und bei Sichtteilen ist die Rückführung oft sauberer als das Objekt, von dem sie stammt.

Scan-Netz neben der daraus rückgeführten fertigen Fläche
Ein Scan-Netz neben der daraus rückgeführten Fläche.

Eingangsdaten: KMG-Messpunkte, 3D-Scan oder 2D-Zeichnung

Eingangsdaten Formate Worauf es ankommt
KMG-Messpunkte Punkte- und Elementdaten aus der Messsoftware, IGES/STEP-Punkte, ASCII Wenige, bewusst gewählte Punkte ohne Fläche dazwischen. Man muss verstehen, was der Messtechniker gemessen hat und warum
Scan-Netz oder Punktewolke STL, OBJ, PLY, ASCII, E57 – was Ihr System exportiert Löcher, Rauschen auf spiegelnden Flächen und nicht zusammengeführte Scanbahnen sind normal
2D-Zeichnungen PDF, DWG, DXF, Papierscan Aus einem vollständigen Satz – oder aus Zeichnung plus einigen Maßen – entsteht das komplette 3D-Modell

Das Arbeiten mit KMG-Daten ist eine unserer besonderen Stärken: Wir haben vollständige parametrische Modelle allein aus KMG-Punkten aufgebaut, ganz ohne Scan. Viele Messdienstleister messen und exportieren KMG-Daten routinierter als Scans – dann senden Sie sie so, wie sie sind, ohne vorherige Umwandlung und ohne Neumessung.

Drei Dinge verbessern das Ergebnis und kosten nichts: ein, zwei Fotos des echten Teils; ein Satz dazu, wohin das Modell als Nächstes geht (das entscheidet die Ausgabeart); und ein Hinweis, wo die Abweichung am meisten zählt. Hat der Datensatz Lücken, die sich nicht sinnvoll überbrücken lassen, erfahren Sie das, bevor wir anfangen.

So läuft die Zusammenarbeit

Zusage Was das konkret heißt
Kostenlose Korrektur ohne Frist Stellt sich ein Fehler im Modell heraus – diesen Monat oder in fünf Jahren –, korrigieren wir ihn kostenlos. Neue Konstruktionsänderungen Ihrerseits werden wie ein neuer Auftrag angeboten.
Dieselben Ansprechpartner Ein kleines festes Team betreut Ihre Aufträge, lernt Ihre Konventionen und hört nach dem zweiten Auftrag auf, dieselben Fragen zu stellen.
Ihr Name, nicht unserer Sie liefern unter Ihrem Namen an Ihren Kunden. Wir nehmen keinen Kontakt zu ihm auf.
Zahlungsziel 30 Tage Sammelrechnung am Monatsende, zahlbar 30 Tage ab Rechnungsdatum – und nur, wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.
Geheimhaltung standardmäßig Jeder Auftrag läuft unter Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) – nicht erst auf Nachfrage. Wo Ihr Vertrag es verlangt, auch spiegelbildlich zu der Ihres Kunden.

Ihre Dateikonventionen – Benennung, Layer, Modellbaum, Einheiten, CAD-System und Version – werden einmal festgelegt und bei jeder weiteren Lieferung angewendet. Die Daten liegen in der Regel auf dem Cloud-Speicher, den Sie bestimmen; auf unseren Systemen nur mit Ihrer Zustimmung, zugriffsgeschützt und nur für die Ingenieure, die Ihre Aufträge bearbeiten. Kundendaten verwenden wir nie als Referenzmaterial.

Unsere tägliche Arbeitssprache ist seit 17+ Jahren Englisch. Schriftliche Anfragen und Korrespondenz auf Deutsch sind willkommen; Besprechungen führen wir auf Englisch oder, nach Absprache, auf Deutsch.

Arbeitsplatz bei PSH Design in Hanoi: Scandaten auf dem linken Bildschirm, rückkonstruiertes CAD-Modell auf dem rechten
Reverse Engineering im Büro von PSH Design, Hanoi: Scandaten links, das daraus aufgebaute CAD-Modell rechts.

Häufige Fragen zu Reverse Engineering und Flächenrückführung

Was ist Flächenrückführung?

Flächenrückführung ist der im deutschen Maschinen-, Werkzeug- und Formenbau übliche Begriff für Reverse Engineering: Aus Scandaten (Punktewolke oder STL-Netz) werden Freiformflächen und Volumenkörper aufgebaut, die das reale Bauteil möglichst genau abbilden. Das Ergebnis ist ein CAD-Modell in STEP, IGES oder einem nativen Format, mit dem gemessen, verglichen oder gefertigt werden kann.

Was ist der Unterschied zwischen Flächenrückführung und parametrischer Rückkonstruktion?

Die Flächenrückführung bildet den Ist-Zustand exakt ab, einschließlich Verzug und Verschleiß, typischerweise innerhalb von etwa 0,025 mm zum Scan. Die parametrische Rückkonstruktion baut das Teil mit Konstruktionsabsicht neu auf – Ebenen eben, Bohrungen rund, Symmetrie wiederhergestellt – und liefert ein editierbares natives Modell mit Feature-Baum. Die Abweichung zum Rohscan ist mit bis zu etwa 0,1 mm größer, aber gewollt.

Kann man aus einer STL-Datei ein CAD-Modell erstellen?

Ja. Eine STL-Datei ist ein Dreiecksnetz ohne Flächen, Features oder Maße; sie lässt sich nicht einfach in ein brauchbares STEP- oder natives CAD-Modell „umwandeln”. Das Modell wird auf Grundlage des Netzes neu aufgebaut – als Flächenrückführung oder als parametrisches Modell im CAD-System des Kunden.

Können Sie aus KMG-Messdaten ein CAD-Modell erstellen?

Ja. Wir bauen direkt aus Messpunkten der Koordinatenmessmaschine auf, auch ganz ohne Scan. Senden Sie die Daten in dem Format, das Ihre Messsoftware ohnehin exportiert – eine Umwandlung oder Neumessung ist nicht nötig.

Scannen Sie auch selbst?

Für internationale Aufträge in der Regel nicht. Wir besitzen Scanner in Hanoi, aber ein Scan bei Ihnen oder in Ihrer Nähe ist schneller und günstiger, als Bauteile nach Vietnam und zurück zu schicken. Wir konkurrieren deshalb nicht um Ihre Messaufträge. Ausnahme: große Stückzahlen, die nicht zurückgeschickt werden müssen.

In welchem CAD-System liefern Sie?

Im System und in der Version, in der die Empfängerseite arbeitet – SolidWorks, Creo, CATIA V5, Siemens NX, Inventor, Solid Edge, AutoCAD oder Revit –, dazu neutrale Formate wie STEP, IGES und Parasolid. Nennen Sie uns die Versionsnummer: Ein Modell in der falschen Version ist eine verlorene Lieferung.

Erstellen Sie 2D-Zeichnungen nach DIN- und ISO-Normen?

Ja, nach DIN EN ISO, ASME oder JIS. Hat Ihr Unternehmen ein eigenes Schriftfeld oder einen eigenen Tolerierungsstandard, genügt eine Musterzeichnung. Übliche 2D-Zeichnungen sind im angebotenen Stundenumfang enthalten.

Was kostet Reverse Engineering?

Wir haben keine Preisliste. Jedes Teil wird innerhalb von 24 Stunden nach Sichtung der Daten angeboten; Komplexität und Ausgabeart bestimmen den Preis weit mehr als die Größe. Für ein schnelles Angebot genügen Fotos des Teils oder eine 2D-Zeichnung. Es gibt keine Mindestmenge, größere Mengen werden rabattiert, abgerechnet wird monatlich mit 30 Tagen Zahlungsziel. Das erste Teil erstellen wir auf unsere Kosten.

Wie lange dauert Reverse Engineering?

Ein mittelgroßes Teil dauert meist zwei bis drei Arbeitstage. Als Anhaltswerte für den reinen Konstruktionsaufwand: ein Zahnrad etwa 12 Stunden, ein mittelgroßes Gussteil oder Frästeil etwa 16 Stunden, ein Werkzeug etwa 48 Stunden. Ein parametrisches Modell braucht rund 25 % mehr Zeit als eine reine NURBS-Flächenrückführung. Eilaufträge übernehmen wir, wann immer der Plan es zulässt – ohne Aufpreis.

Was passiert, wenn später ein Fehler im Modell auftaucht?

Wir korrigieren ihn kostenlos, ohne zeitliche Begrenzung.

Funktioniert das auch mit schlechten Scandaten?

Meistens. Löcher, Rauschen und nicht zusammengeführte Scanbahnen sind normal. Was wir nicht können: Geometrie erfinden, die nie gemessen wurde – und das erfahren Sie, bevor wir anfangen.

Kann ich meine Anfrage auf Deutsch stellen?

Ja. Schriftliche Anfragen und Korrespondenz auf Deutsch sind willkommen; Besprechungen führen wir auf Englisch oder, nach Absprache, auf Deutsch.

Senden Sie uns ein Teil – das erste auf unsere Kosten

Weil wir weder Kundennamen noch Projektdateien zeigen dürfen, ist der schnellste Weg herauszufinden, was wir können, uns machen zu lassen. Senden Sie Daten eines Auftrags, den Sie bereits geliefert haben, und vergleichen Sie. Nehmen Sie das schwierige Teil, nicht das einfache.

Ist es heikel, Kundendaten herauszugeben, genügt ein zwanzigminütiges Gespräch: Beschreiben Sie die Teile und Anforderungen, die Sie üblicherweise sehen, und wir sagen Ihnen offen, worin wir gut sind und worin nicht.

Ein Teil senden →


PSH Design

17+ years of CAS, Class A Surfacing, CAD and Reverse Engineering for Automotive, Aerospace, Medical and Industrial, to OEM standard.

Work of this kind is easier to judge than to describe.

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